Samstag, 26. April 2014

Mille Grazie Massimo Tamburini - Eine Reise zurück in die Jugend

Eine zeitlose Stilikone
Am Ende war es dann doch wie eine kleine Zeitreise. Bereichernd und erfüllend war die diesjährige Teilnahme an den 1000km von Hockenheim mit unserer Ducati 998, unserer Julietta . Mir so nicht mit dieser Tragweite bewusst gewesen, aber mit der Ducati 916er Baureihe hat Massimo Tamburini nicht nur einen Meilenstein im Motorradbau zur Welt gebracht, nein nicht nur das, er und das Motorrad waren Teil meiner Jugend und sicherlich auch maßgeblich an der Prägung meiner "Benzinkrankheit" beteiligt. Umso trauriger, dass sein Tod das verstärkt ins Bewusstsein rücken musste. 
Es war an einem Sommertag im Jahre 1997 und ich war zarte 17. Ich hatte Ferien und war mit meiner erst kürzlich erstandenen aprilia RS 125 stadtauswärts unterwegs. Kurz vor Ortsausgang musste ich noch einmal an einer Ampel anhalten. Das Gute daran war, dass ich die Poleposition hatte und ganz vorne stand. Plötzlich donnerte es. Mein Blick ging nach oben. Doch da war keine Gewitterwolke zu sehen. Das Kinn absenkend, sah ich im Augenwinkel etwas Rotes links neben mir stehen. Ich schaute genauer hin. Es war eine Ducati 916 SPS pilotiert von unserem stadtbekannten Rennfahrer Sven Seidel (leider verstarb Sven Seidel 1998 bei einem Verkehrsunfall). Sven grinste mich an, erhöhte die Drehzahl der Duc spürbar, bückte sich über den Tank und ließ mit dem Umschalten der Ampel auf grün die Kupplung schnalzen und flog auf dem Hinterrad davon. Das hat zweifelsohne geprägt. So eine Ducati war schon damals ein Traum, ein zu erreichendes Ziel!
Dass ich damit, nicht ganz 17 Jahre später, an den 1000km von Hockenheim teilnehmen werde, war im Jahr 1997 unvorstellbar. Noch unvorstellbarer war aber auch, dass man im Jahr 2014 mit dieser Baureihe von Youngtimern spricht.
Generationswechsel
Sei es drum, mit den diesjährigen 1000km von Hockenheim sollte also ein ganz spezieller Wunsch in Erfüllung gehen. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch wie sonst der übliche Verdächtige. Cafe, nahm er sich doch über den Winter die Zeit und baute uns, Marc Brodesser, Rainer Kopp und mir ein aus Restteilen schönes und zeitloses Motorrad. Leider hatten wir schon nach dem ersten Roll-Out im März den ersten Verlust zu verzeichnen. Marc stürzte mit seiner Suzuki, brach sich einen Brustwirbel und bekam vom Arzt eine dreimonatige Pause verschrieben. Leider! Glück im Unglück hatten wir mit unserem Ersatzfahrer Thomas Hemmerling, der menschlich und fahrerisch ebenfalls bestens ins Team passte.
Die Erstnutzung des WC´s am Morgen muss erst ausdiskutiert werden. ;-)
Beim "Pressetermin"
So ging es also "well prepared" nach Hockenheim, um mit unserer Julietta die 1000km unter die Räder zu nehmen. Dass mit unserer 130 PS 998 keine Bäume auszureißen waren, wurde angesichts der anderen Motorräder bei der technischen Abnahme spätestens mehr als deutlich. Scheiß drauf! Ankommen war das Ziel und dabei maximalen Spaß haben (und ggf. das ein oder andere Motorrad im Motodrom ärgern). Letzteres kann mit breitem Grinsen bestätigt werden. Auf der Bremse und ums Eck war unsere Julietta nicht leicht zu knacken. Da es Rainers letztes offizielles Rennen war, bekam er den Vortritt beim Start. 

Heiß wie Frittenfett unser Rainer
Durch den Verkehr muss man erstmal durchkommen!
Eine gute Entscheidung, da er uns von Platz 54 auf Position 41 fuhr und sich in den ersten turbulenten Runden aus allen Gefechten raushielt. Mit Rundenzeiten zwischen 1:52 (ja, das ist noch mit der alten Dame möglich) und 1:57 fuhren wir recht konstant unsere Turns. Naturgemäß warfen uns die Boxenstopps als 1-Motorrad-Team in den Platzierungen mit zunehmender Renndauer immer weiter nach hinten. Am Ende blieb in der Gesamtwertung Platz 54 und in der Klassenwertung Platz 11 auf dem Papier der Rennleitung stehen. Klingt unglaublich, aber wir waren sehr zufrieden damit. Im Wissen, dass bessere Platzierungen mit einer anderen Boxenstrategie möglich gewesen wären, bleiben die 1000km von Hockenheim 2014 äußerst positiv in Erinnerung. Entscheidenden Anteil daran hatte einfach das Team. Das Team hat große Freude bereitet, jeder war mit Spaß bei der Sache und alle haben gemeinsam an einem Strang gezogen. Von wegen Individualsport. Ohne das Zusammenwirken aller wäre das Erreichen des Ziels nicht möglich gewesen.

Ein heißer Job - best team ever!
Deshalb möchte ich mich nicht nur bei all unseren Sponsoren von ganzem Herzen bedanken, sondern bei denen, die diesen Tag so hervorragend gemeistert haben:
Cafe, Rainer, Marc, Bernd, Thomas, Andi, Jenny, Michele, Björn, Kimberly, Julian und Kai. Es war mir eine ganz große Ehre mit Euch gemeinsam durch diesen Tag zu gehen. Danke!


Und da wir nun wissen, wie es noch schneller geht, greifen wir 2015 wieder an...


Rainer hat uns eine ganz besondere Erinnerung an diesen Tag gebastelt:

Rainer´s Film - Blockbuster


Zurück zum Ausgangspunkt:
1997 war eine Ducati 916 SPS das technische Aushängeschild von Ducati. Für Geld konnte man aus der Box kaum etwas besseres bekommen. Manifestiert wurde das Ganze durch die unzähligen nationalen aber eben auch internationalen Erfolge dieses Motorrads in dieser Zeit. Wie sehr fortschrittlich dieses Motorrad aber zu damaliger Zeit tatsächlich war, wurde mir erst an Ostern 2014 in Hockenheim bewusst.

Mille grazie Massimo!          

Bis nächstes Jahr...
Mehr über diesen Tag kann auch in der kommenden Ausgabe der Circuit nachgelesen werden.

Donnerstag, 17. April 2014

1000km 2014 -Es ist angerichtet!

In nun wirklich absehbarer Kürze tritt das Team Generation Endurance Racing (G.E.R.) seinen Weg nach Hockenheim an. Ziel ist die erfolgreiche Bezwingung der 1000km Distanz auf unserer G.E.R.- Ducati 998, namentlich auch als "Julietta" bekannt. Hierzu war das Team insbesondere in den letzten Tagen und Stunden besonders fleißig. Die Vorfreude aber auch die Anspannung sind bei jedem regelrecht greifbar.
Mit diesem Gedanken möchten wir aber auch uns im Vorfeld schon mal bei allen Unterstützern und Sponsoren ausdrücklich bedanken. Es ist uns eine Ehre und eine Verpflichtung zugleich mit und für Euch zu fahren. Ohne Euch wäre die Realisierung des Projekts "Generation Endurance Racing (G.E.R.) - Nichts dem Zufall überlassen!", das bei absolut NULL begonnen hat, erst überhaupt nicht möglich gewesen.

Unser ganzer Dank gilt deshalb:
www.Goede-Motorsport.de
www.Motorradteile-Bursig.de
www.Starlane24.de
www.Xerxes-tools.de
www.Deussen-engines.de
www.Heisse-Socken.de auch bekannt unter HSR Reifenwärmer
www.Circuit-Magazin.de Das Fachmagazin für den ambitionierten Hobbyracer
www.foerstermotorradtechnik.de MRP - Intelligentes Tuning für ihr Motorrad
www.Cetoni-Superbike.com
www.Polo-Motorrad.de Polo-Shop in Saarbrücken
www.RK-Racing.de
www.Mikas-MC.de
Das Pfalzwerk

So, auf geht´s! Rennstart ist am Samstag, 19.04.2014, um 11.30 Uhr. Wir sind mit dem vermutlich ältesten Motorrad im Starterfeld in Box 9 anzutreffen und freuen uns rießig auf Euren Besuch und Eure mentale Unterstützung.

Zur Einstimmung hier nochmal unseren Trailer:


Da auch reichlich Rahmenprogramm vorhanden ist, sollte für jung und alt, sowie Männlein und Weiblein etwas geboten sein.



Beste Grüße und besten Dank


Euer
Generation Endurance Racing (G.E.R.) Team #436